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Der Modernismus, der katalanische Jugendstil, fand eine enorme gesellschaftliche Anerkennung in Katalonien als Teil der Renaixença bzw. des Renaixament, dem Wiederaufblühen der katalanischen Kultur im 19./Beginn des 20. Jahrhunderts. Architekten wie Gaudí, Domènech i Montaner, Puig i Cadafalch und Andere führten diese Strömung an. Insbesondere Domènech i Montaner (1849-1923) spielte eine entscheidende Rolle bei der Prägung des architektonischen Modernismus in Katalonien. Die daran beteiligten Künstler waren äußerst beliebt. Dies galt sowohl für die Architekten als auch für die Maler, wie z. B. Ramon Casas, Isidre Nonell und Santiago Rusiñol (Veranstalter der "Festes Modernistes", der "modernistischen Feste", die in Sitges zu Ende des 19. Jahrhunderts stattfanden).
Die Modernisten glaubten an die kreative Vorstellungskraft zur Erzeugung von Symbolen, im Gegensatz zu den Eklektikern, für die die Kunst eine objektive Darstellung der Realität war. Der Modernismus steht weltweit, insbesondere aber in Katalonien, für die Freiheit der Schaffung neuer, zuvor nicht akzeptierter Formen und die Befreiung der Kunst aus den akademischen Schranken.
Der katalanische Modernismus spiegelt sich nicht nur in der Architektur und in der reichhaltigen Ausschmückung wieder, wie sie überall in der Art Nouveau zu finden ist. Er weist auch Interesse an der Erhaltung und Erneuerung traditioneller Bau- und Gestaltungsweisen auf. Dabei werden alte Materialien wie Ziegel zusammen mit damals neuen Materialien wie Eisen verwendet und auch neue Keramiktechniken angewandt.